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DSA Kampagne aufsetzen und Optimieren

Teil 3: Dynamische Suchanzeigen (DSA) optimieren

Nachdem ich im 1. und 2. Teil auf die Optimierung von Branded-Suchkampagnen resp. von generischen Kampagnen eingegangen bin, möchte ich mich jetzt speziell auf die Dynamic Search Ads oder zu Deutsch dynamische Suchanzeigen konzentrieren.

Unterschied zwischen DSA und regulärer Kampagne

Reguläre Google Ads Suchanzeigen werden auf Basis fix definierter Keywords ausgespielt. Sie bestimmen also genau, welche Anzeige wann zu welcher Suchanfrage erscheint. Diese „klassischen“ Suchkampagnen sollten weiterhin den Hauptanteil in Ihrem Konto ausmachen.

Dynamische Suchanzeigen hingegen basieren auf den Inhalten Ihrer Website. Google durchsucht Ihre Seiten nach passenden Inhalten zu Suchanfragen, für die Sie womöglich noch keine Keywords hinterlegt haben. Der Anzeigentitel wird dabei automatisch – in der Regel aus dem (SEO-)Seitentitel – generiert. Die Beschreibung legen Sie selbst fest und sollten sie möglichst exakt auf die Suchintention abstimmen.

Empfehlenswert ist daher auch hier ein sinnvolles Siloing – also die Einteilung in einheitliche Kategorien, z. B. nach Produktgruppen – sowie eine regelmässige Optimierung (siehe weiter unten). Beim Setup der DSA-Kampagne haben Sie die Wahl, ob Sie:

für die Anzeigenschaltung nutzen möchten.

Wann machen Dynamic Search Ads überhaupt Sinn?

1. Als Keywordsammler

Eigentlich empfiehlt es sich, für jede Website eine Dynamic Search Ads Kampagne einzurichten. Gerade beim Aufbau eines neuen Kontos werden schnell rentable Themen oder Suchbegriffe übersehen – DSA kann diese Lücken aufdecken, ohne zusätzlichen Aufwand im Vorfeld.

In diesem Fall dient die DSA-Kampagne als Keywordsammler: Neue, relevante Suchanfragen werden über den Suchanfragenbericht identifiziert, aus der DSA ausgeschlossen und anschliessend als exakte Keywords in eine reguläre Kampagne eingebucht. Vorteil: Jedes neu eingebuchte Keyword erhält einen eigenen Qualitätsfaktor, die Performance wird transparent und Sie können gezielt steuern – das ist bei DSA nicht möglich.

2. Für umfangreiche Webshops

Wenn Ihr Sortiment sehr breit gefächert ist oder sich regelmäßig verändert, sind DSA-Kampagnen extrem effizient, um keine Verkaufschancen zu verpassen.

Aber auch hier gilt: Suchanfragenberichte regelmässig prüfen, rentable Begriffe identifizieren und in reguläre Kampagnen überführen. Bedenken Sie dabei: Je nach Produkt erzielen Google Shopping-Anzeigen oft eine bessere Leistung – der Initialaufwand ist hier jedoch deutlich höher (Produktfeed etc.). Zudem eignen sich nicht alle Dienstleitungen z.B. Reiseangebote für Shopping-Anzeigen.

Wöchentliche Optimierung: So holen Sie mehr aus Ihrer DSA-Kampagne

Gleiche Optimierungen wie bei den generischen KampagnenFühren Sie alle Optimierungen gemäss der Checkliste generell für die generischen Kampagnen durch.
Ich empfehle ganz klar, auch hier pro Thema eine eigene Anzeigengruppe oder Kampagne zu erstellen, damit Sie die Anzeigentexte passend schreiben können und mehr Steuerungsmöglichkeiten haben. Auch bei den Dynamic Search Ads ist eine automatisierte Gebotsstrategie zu empfehlen. Abhängig davon, ob Sie möglichst viele Klicks, Conversions oder einen möglichst hohen Return on Advertising Spend (ROAS) erreichen möchten.
⚠️ Eingeschränkte DatenverfügbarkeitEtwas schwieriger zu überwachen, da keine Daten zu den einzelnen Suchanfragen verfügbar sind.
Auch in Google Analytics nicht. Falls Sie also vielversprechende Suchanfragen mit vielen Conversions entdecken, buchen Sie diese auf jeden Fall in eine reguläre Kampagne ein.
🚫 Suchanfragen mit schlechter CTR ausschließenSchliessen Sie Suchanfragen mit schlechten Klickraten (CTR) von der Kampagnen aus – offensichtlich passt diese nicht zu Ihrem Inhalt oder zur Zielseite.
QualitätsfaktorIn DSA Kampagnen gibt es keine Keywords im engeren Sinne und deshalb auch kein eigentlicher resp. sichtbarer Qualitätsfaktor.
✅ Top-Performer als Keywords einbuchenSuchanfragenberichte kontrollieren, unpassende Suchanfragen via Listen einschliessen, gut passende Suchanfragen als Keyword fix einbuchen.
🧱 Brand-Traffic ausgeschlossen?Via Listen mit auschliessenden Keywords in der gemeinsam genutzter Bibliothek ausgeschlossen? Falls Sie Brand-Kampagnen führen möchten Sie nämlich den Inhalt gezielter steuern.
⚠️ Kannibalisierung vermeidenKeine Überschneidung „Kannibalisierung“ mit generischen Kampagnen?
DSA AnteilHalten Sie Ihren DSA-Anteil an Ihrem Google Ads Konto eher klein. Sobald Sie ein Suchbegriff mit mit vielen Conversions oder einem guten CPA entdecken, erstellen Sie besser eine eigene Kampagne / Anzeigengruppe in einer regulären Google Ads Suchkampagne. Sie vergeben sich ansonsten allzu viele Steuerungsmöglichkeiten.
Auszuschliessende Dynamische AnzeigenzieleSchliessen Sie Bereiche/Zielseiten Ihrer Website via „Auszuschliessende Dynamische Anzeigenziele“ aus, die sich nicht für Anzeigen eignen v.a. wenn Ihre DSA-Kampagne über Ihre ganze Website läuft – z.B. Ihre Datenschutzerklärung oder teilweise Ihre FAQ werden sich wohl als wenig „rentabel“ erweisen.
SEO & DSAIhre DSA Kampagne wird nur funktionieren, falls Sie Ihre SEO-Aufgaben wie Meta-Title, Meta-Description oder H1, H2… richtig gemacht haben. Ansonsten wird der Google Bot weder passende Titel, noch passende Produkte finden. So fancy Anglizismen und phantasievolle Produktnamen sind – Sie vergeben sich bezüglich Suchmaschinenmarketing einiges an Umsatz.
Dynamic Search Ads optimieren

Fazit

Dynamic Search Ads sind ein starkes Tool, wenn sie richtig eingesetzt werden – insbesondere als Keyword-Scanner oder bei umfangreichen Produktportfolios. Wichtig ist eine laufende Pflege und ein kritischer Blick auf die tatsächliche Performance.


Wichtig: Google wird Dynamic Search Ads voraussichtlich in ca. einem Jahr durch die neue Kampagnenform Search Max ersetzen. Wer also noch eine DSA-Kampagne aufsetzen oder testen möchte, sollte dies baldmöglichst tun, bevor das Feature endgültig verschwindet.

Nicht einverstanden? Weitere Best Practices?

Kommentieren Sie oder schreiben Sie mir! Wie so häufig bei Google Ads ist einiges Glaubenssache (resp. eine Frage des Testens) und nicht alles funktioniert bei jedem Produkt gleich gut.

P.S. Im nächsten Blog – Teil 4: Google Ads Optimierung für Fortgeschrittene!

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